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Many Dogs: Adoptivkinder bei Many Mornings

25 Jul 2022 | 0 Kommentare | über Many Mornings

Adrian Morawiak ist Co-Gründer des Sockenlabels Many Mornings. Strümpfe sind seit Generationen Tradition in seiner Familie und die Manufaktur bei Lodz in Polen liegt noch immer in Familienhand. Aber das ist nicht das einzige, was Adrian in seinen Garnen… ähhm Genen hat. Ihn zeichnet eine große Zuneigung zu Tieren aus und er engagiert sich mit viel Hingabe für deren Wohlergehen. Zusammen mit seiner Frau Aleksandra, Spitzname „Ola“, besitzen sie zwei Hunde, die sie aus Tierheimen aufgenommen haben. Dies geschah jeweils im Rahmen der Kampagne „Many Walks“, die alle zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Tieren bewegen soll.

Ola & Adrian, warum bedeuten euch Tiere so viel?

Ola: Jedes Tier trägt unheimlich viel Freude in sich, selbst für die kleinsten Dinge. Tatsächlich so ähnlich wie bei Kindern, daher fühlen wir beide uns ihnen seit wir klein sind verbunden. Damals träumte ich immer, irgendwann mal ein kleines Kätzchen aus dem Heim zu holen. Meine Eltern fanden die Idee allerdings nicht so klasse und verboten es mir. Also musste ich warten, bis ich mein eigenes Zuhause hatte.

Adrian: Zuerst adoptierten wir einen ausgewachsenen Kater, Frank. Danach folgte die Katze Brunia, die wir aus dem Tierheim in Łódź vermittelt bekamen. Einige Seit später ging es dann mit Hunden weiter…

Misiek (ausgesprochen: „Mischek“) war der erste Hund. War es eine einfache Entscheidung, ihn zu adoptieren?

Adrian: Wir hatten schon länger über einen Hund nachgedacht, aber da schon 2 Katzen im Haus waren, hatten wir Angst, dass es zu viel werden könnte. Ein Haustier aus dem Tierheim dauerhaft aufzunehmen ist eine große Verantwortung. Man muss sich gut überlegen, ob man den Herausforderungen gewachsen ist. Es ist wichtig, sich darüber im Klaren zu sein, dass sich im eigenen Leben einiges ändern wird.

Ola: Wir sind zufällig auf eine Anzeige über Misiek gestoßen. Als ich ihn sah, rief ich nur: „Das ist der perfekte Hund!“ Damals war Misiek etwa ein Jahr alt und lebte ausschließlich auf dem Land. Wir wussten nicht viel über ihn und seine Vergangenheit, aber vom ersten Treffen an verzauberte er uns mit seinem fröhlichen Charakter und seinen Hundeaugen. Dann wurden die Vor- und Nachteile einer Adoption abgewägt und wir waren schnell überzeugt, dass es eine gute Entscheidung wäre. Im nächsten Moment war Misiek bereits bei uns in Łódź, wo er ein völlig neues Kapitel in seinem Leben begann.

Wie hat sich euer Leben und das eures Hundes seit der Vermittlung verändert?

Ola: Es ist schön zu wissen, dass wir einem Hund ein gutes Leben geschenkt haben, und dass wir seinen Alltag zu einem besseren verändert haben. Man bekommt jeden Tag so viel Dankbarkeit zurück – das macht uns wirklich glücklich! Seit wir einen Hund haben, sind wir mehr draußen, wir reisen mehr, wir suchen nach interessanten Orten zum Spazierengehen. Und… wir sorgen dafür, dass all unsere Haustiere einen regelmäßigen Tagesablauf haben, wodurch auch wir deutlich besser organisiert sind.

Was hat euch dazu bewogen, einen zweiten Hund zu adoptieren? Was war dieses Mal anders?

Adrian: Hier passierte alles sehr schnell. Eine Freundin von Ola teilte auf Instagram das Foto eines Hundes, der gerade im Rahmen einer Hilfsaktion aus einem ukrainischen Tierheim nach Polen evakuiert wurde. Da er unserem Misiek ähnelte, stach er uns sofort ins Auge! Das waren bereits die zwei Impulse, die ausreichten, um uns mit ihm näher zu beschäftigen. Wir waren nicht sicher, wie unsere Haustiere auf das neue Familienmitglied reagieren würden, also wurde der gesamte Prozess sehr sorgfältig durchgeführt. Zuerst schauten wir mit Misiek im Tierheim nahe Warschau vorbei, damit Misiek ihn kennenlernen konnte. Wir hatten etwas Angst, da unser Hund ziemlich wählerisch ist, wenn es um Spielpartner geht. Zu unserer Überraschung akzeptierten sich die Jungs sofort und wir hatten damit grünes Licht, um „Teddy“ bei uns aufzunehmen. Geplant war eine temporäre Aufnahme bei uns, aber nach nicht einmal einem Monat entschieden wir, dass er für immer bei uns bleiben soll.

Ihr seid Verfechter von „Adoptieren, statt kaufen!“, nicht wahr? Wie kommt’s?

Ola: Adoption von Tieren rettet Leben und verändert die Welt, egal ob für diesen einen Hund oder diese eine Katze. Aber es ist äußerst wichtig zu verstehen, wie groß das Problem dahinter ist. In Pflegefamilien und Schutzeinrichtungen warten unglaublich viele Vierbeiner auf ein neues Leben. Die Tierheime sind überfüllt… Man braucht nur ein paar Minuten online zu schauen und wird mit Anzeigen überschüttet!

Adrian: Es kann nicht immer alles einfach mit „Ja “ oder „Nein“ beantwortet werden. Man muss die Grenzen kennen und sollte verantwortungsbewusst handeln. Im Tierheim kann man auch nach Alter, Größe und sogar Aussehen auswählen. Nicht alle Tiere dort haben schwierige Vorgeschichten oder sind verhaltensauffällig. Wer nach einem Haustier sucht, wird langsam herangeführt, und bekommt Unterstützung vom Tierheim oder -schutzverein. Man sollte sich erstmal nur temporär verpflichten und schauen, ob man der Herausforderung wirklich gewachsen ist. Es gibt viele Möglichkeiten und wir hoffen, dass immer mehr Menschen zuerst über eine Adoption nachdenken, bevor sie sich entscheiden, nach gezüchteten Tieren zu schauen.

Welchen Rat würdet ihr jemandem geben, der darüber nachdenkt, einen Hund zu adoptieren?

Ola: Sei gut vorbereitet und nehme es ernst. Lese Bücher und mache dich schlau, um mehr über Bedürfnisse und Kommunikation von Tieren zu erfahren. So beugt man Fehlern vor, die zu unerwünschten Verhalten führen. Viele Leute nehmen erstmal Urlaub, wenn sie einen Hund adoptieren. Dann verbringen sie jeden Moment mit ihm, und nach ein, zwei Wochen verschwinden sie für Stunden auf der Arbeit. Solche plötzlichen Veränderungen stressen Tiere besonders und es kann zu dauerhaften Trennungsängsten führen. Man sollte von Anfang an den Lebensalltag analysieren und darüber nachdenken, wie man das neue Mitglied einbindet. Es lohnt sich, geduldig und verständnisvoll zu sein, und bei Schwierigkeiten nicht aufzugeben. Versuche deinen Hund zu verstehen. Dann wird man mit einer wunderbaren Bindung belohnt, die auf gegenseitigem Vertrauen basiert.

Many Walks“ steht sinnbildlich für eure Sorge um heimatlose Tiere. Kannst du uns mehr darüber erzählen?

Adrian: Many Walks haben wir 2017 als Initiative meines Unternehmens gestartet. Ziel ist es, ein gesellschaftliches Bewusstsein zu schaffen und dem Problem der Heimatlosigkeit von Tieren entgegenzuwirken. Wir kooperieren mit Schutzeinrichtungen, fördern Freiwilligenarbeit und damit auch die Adoption von Tieren. Manchmal ist sogar eine einmalige Geste für die Tiere sehr wertvoll. So war es zu Beginn der Aktion, als wir Menschen dafür begeisterten, Gassi-Runden und einfache Arbeiten in Tierheimen zu übernehmen. Heute ist das Programm umfangreicher und findet in zwei Ländern statt: Polen und Deutschland. Wer seine Zeit Tieren widmet, kann auf unsere Dankbarkeit zählen: Socken als Geschenk. Das Ziel ist noch immer dasselbe: „Adopt Don’t Shop!

Im Original wurde das Interview in polnischer Sprache aufgezeichnet. Mehr hier

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